Wir, die Messdiener aus der Gemeinde St. Anna in Münster/Mecklenbeck wollen uns hier vorstellen. Unsere Messdienergemeinschaft besteht aus weit über hundert Personen, die aktiv als Messdiener in der Gemeinde tätig sind.
Die Leiterrunde besteht aus einigen älteren Messdiener, die sich jeden Mittwochabend im Gruppenraum der Messdiener treffen. Dort werden diverse Aktionen, Messdienerfahrten und vieles mehr geplant und vorbereitet.
Ungefähr die Hälfte aller Messdiener nimmt an einer der verschiedenen Gruppenstunden teil. In den einzelnen Gruppen, die sich wöchentlich treffen, wird entweder als neuer Messdiener das Dienen erlernt oder man trifft sich einfach, um viel Spaß zu haben.
Neben dem Dienst am Altar und den Gruppenstunden finden auch viele verschiedene Veranstaltungen statt, wie z.B. MIA-Treffs, Ausflüge oder Ferienfreizeiten. Bei einem MIA-Treff treffen sich viele Messdiener z.B. im Paulushof, dem Jugendzentrum in St. Anna, um zu Übernachten. Tagsüber fahren wir gemeinsam schwimmen, grillen, spielen oder unternehmen einen Ausflug. Zu einem weiteren Highlight im Jahr gehört auch die alljährliche Ferienfreizeit in der zweiten Osterferienwoche.
Die Fülle der Messdienerarbeit in St. Anna kann hier nicht in ein paar wenigen Sätzen beschrieben werden – darum macht euch weiter unten und auf den anderen Seiten selbst ein umfassendes Bild.
Eure MessDienerLeiterRunde
Das Wort “Messdiener” oder “Ministrant” stammt vom Lateinischen ministrare ab, was dienen bedeutet. Der Ministrant, oder die Ministrantin, ist also ein Diener beziehungsweise eine Dienerin – und zwar im Gottesdienst. Doch nicht nur dort. Überall im Leben kann der Ministrant Diener sein. Denn Dienen heißt:
Sich nicht größer machen als andere. Bereit sein auch Arbeit zu verrichten, die von anderen nicht unbedingt geachtet wird.
Als erster Messdiener gilt weithin Tarcisius, ein römischer Junge. Tarcisius soll im dritten Jahrhundert beim Überbringen der Krankenkommunion von Heiden auf offener Straße getötet worden sein. Die Legende besagt, dass er sich weigerte den Heiden die heilige Kommunion auszuhändigen. Tarcisius ist der Schutzpatron aller Messdiener.
Neben Tarcisius erachten wir Messdiener St. Anna auch eine weitere Person des christlichen Glaubens, als den “ersten” Messdiener: ein Junge namens Jonathan, welcher Jesus bei der Brotvermehrung fünf Brote und zwei Fische reichte. Dieses Ereignis wird bildlich auf unseren Messdiener-Plaketten dargestellt und symbolisiert in besonderer Weise den Dienst am Altar.
Der Ministrantendienst war früher den Jungen vorbehalten. Mit den Neuerungen nach dem zweiten Vatikanum wurden u.a. besonders in Deutschland Mädchen in den Ministrantendienst aufgenommen. Heute herrscht ein 50:50-Verhältnis zwischen Mädchen und Jungen. Deutschlandweit gibt es ca. 400.000 Messdiener. Davon dienen ca. 40.000 im Bistum Münster.
Als Messdiener übernehmen wir im Rahmen der Messfeier stellvertretend für die versammelte Gemeinde bestimmte Aufgaben – wir überbringen die Gaben von Brot und Wein, halten beim Evangelium die Kerzen, führen die Kollekte durch, läuten die Altarschellen zum Hochgebet und sorgen auch gerne mit Weihrauch für Wohlgeruch und Festlichkeit. In all unseren Aufgaben tragen wir dazu bei, die Bedeutung des Gottesdienstes zu unterstreichen und den Priester bei der Durchführung seines Dienstes zu unterstützen.
Viele weitere kleine Aufagben warten je nach Messfeier und Anlass auf uns. So tragen wir zum Beispiel bei der Tauferneuerung das Weihwasser-Fass, während der Priester die Gemeinde besprengt oder halten bei einer Messfeier mit Bischof dessen Mitra und Stab. An Feiertagen kommen zudem auch viele Kerzenträger zum Einsatz, welche mit ihren langen Flambeaux gemeinsam mit dem Vortragekreuz stets für eine äußerst feierliche Atmosphäre sorgen.
Jedes Jahr nach den Sommerferien startet die Messdiener-Leiterrunde in St. Anna neue Ausbildungs-Gruppen, in denen der Dienst am Altar eingeübt werden soll. Diese Gruppen bestehen hauptsächlich aus Kindern, die sich vor den Sommerferien entweder bei einer Messdienerstunde in ihrer Schule oder beim Kommunions-Nachtreffen gemeldet haben. Das “normale” Eintrittsalter in den Dienst als Messdiener liegt bei neun bis zehn Jahren, also kurz nach dem Empfang der ersten heiligen Kommunion.
In den Ausbildungs-Gruppen wird bis zur Aufnahme der neuen Messdiener im Dezember sehr viel geübt. In einer feierlichen Messe am zweiten Adventssonntag werden die “Neuen” dann in die Gemeinschaft der Messdiener St. Anna aufgenommen. In der Feier erhalten sie als Zeichen ihrer Zugehörigkeit einen Messdiener-Ausweis und eine eigene Plakette, die deutlich sichtbar ihre neue Rolle in der Messfeier darstellt.
Eine Aufnahme in unsere Messdienergemeinschaft beschränkt sich selbstverständlich nicht nur auf die Jüngsten. Ältere Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene werden ebenso in den Dienst am Altar eingeführt. Weiterhin ist die Aufnahme zugezogener Messdiener anderer Gemeinden selbstverständlich, sofern dies gewünscht wird.
Bei Interesse medle dich einfach bei der Messdiener-Leiterrunde (Link zur Kontaktseite).
Der 1. FC Köln hat seinen Geißbock “Hennes”, die vergangene Fußball-WM 2006 hatte ”Goleo” und das ZDF hat seine “Mainzelmännchen”, da liegt es doch nahe, dass wir Messdiener St. Anna auch ein Maskottchen unser eigen nennen dürfen – die Mia.
Der Name Mia steht als Abkürzung für “Messdiener in Aktion” und “Messdiener in Anna” und wurde im Jahr 1994 von der damaligen Leiterrunde in die Welt gesetzt. Parallel zur Geburtsstunde des Namens wurde auch unser heutiges Maskottchen erschaffen - ein Krokodil im Messdienergewand. Warum ausgerechnet ein Krokodil als Maskottchen erwählt wurde, ist leider nicht überliefert.
Nichtsdestotrotz hat sich unsere inzwischen “jugendliche” Mia bis heute wacker gehalten und zwischenzeitlich immer wieder mal ein Facelifting erhalten. Ihre heutige Form und Gestalt lässt sich noch immer auf ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zurückführen, dennoch wurde sie deutlich verändert.
Neben dem rein grafischen Abbild unserer Mia, welches Messdiener-T-Shirts, Leiter-Pullis oder die Gruppenraum-Wand ziert, existiert seit dem Jahr 2000 auch eine Ausgabe zum Anfassen. Dieses Exemplar mit einer Körpergröße von rund 120cm entstand als Workshop während bzw. nach dem Lager 2000 in Stein. Auf dem Nachtreffen zu dem Ferienlager wurde die plastische Mia dann zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Seit geraumer Zeit fristet die Mia-Figur aber ein trauriges Dasein in den Kellerräumen des Pfarrhauses, da im Messdiener-Gruppenraum kein Platz mehr für sie war.
Folgend könnt ihr eine kleine Galerie der Mia-Modelle der letzten Jahre begutachten: